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Extremismus ist keine Lösung

Quelle: Emsdettener Volkszeitung/ ev-online.de/ EV digital
Erscheinungsdatum: Mittwoch, 10. Juli 2019 - 16:35 Uhr von Lutz Niemeyer
Inhalte sind urheber- und nutzungsrechtlich geschützt

Emsdetten

Theater-Workshop an der Geschwister-Scholl-Schule: Man muss auf seine Mitmenschen achten

Foto: Niemeyer

Extremismus ist keine Lösung

Hanno Dinger in Aktion.

Lukas D. steht auf dem Rathausplatz in Hamburg. Auf seinem Rücken trägt er einen schwarzen Rucksack, in dem sich Sprengstoff befindet. An sein Ohr hält er ein Telefon. Hassan sagt: „Drück endlich den Auslöser!“ Lukas zählt von zehn runter.

Schauspieler spielt zehn Rollen

Dann bekommt er ganz viele Nachrichten: Seine Freunde aus der Schule schreiben: „Lass das Lukas, komm zu uns zurück!“ Er drückt den Knopf nicht. Ein Happy End?

Foto: Niemeyer

Extremismus ist keine Lösung Bild 2

Theaterpädagoge Bernd Plöger arbeitete das Stück mit den Schülern auf.

Wie die fiktionale Figur Lukas in diese Situation gekommen ist, lernten am Mittwochmorgen 100 Schüler der achten Klassen der Geschwister-Scholl-Schule und der Marienschule Emsdetten in einem Theaterworkshop kennen. Schauspieler Hanno Dinger schlüpfte in zehn verschiedene Rollen auf der Bühne der Aula der GSS und spielte ein Stück zum Thema „Extremismus Prävention“.

Unterstützt wurde er dabei von Regisseur und Theaterpädagoge Bernd Plöger. Der sprach mit den Schülerinnen und Schülern schon vor der Aufführung. Welche Wege gibt es in den Extremismus? Warum radikalisieren sich junge Menschen? Im Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern erarbeite Plöger die Antworten. Ganz wichtig war ihm dabei: „Der Islam ist eine gute Religion.“ Die radikalisierten Kämpfer der Terrorgruppe islamischer Staat dürfen nicht mit den anderen Muslimen verwechselt werden.

Dschihad One-Way“

Im Theaterstück „Dschihad One-Way“ wurde das auf der Bühne deutlich. Es orientiert sich an einem echten Fall: Der junge David G. aus Kempten wurde zum IS-Kämpfer, starb daraufhin im Kampf. Hanno Dinger spielte eine Pressekonferenz dazu nach, die über die Hauptfigur Lukas D. gehalten wurde, der sich radikalisiert hat. Dinger schlüpfte unter anderem in die Rollen des Vaters, des Bürgermeisters und der Polizei. Dabei wurde den jungen Zuschauern deutlich: „Es gibt schon früh Anzeichen, wenn sich jemand radikalisiert.“

Foto: Niemeyer

Extremismus ist keine Lösung

Schauspieler Hanno Dinger schlüpfte auf der Bühne in zehn verschiedene Rollen und kam dabei fast ohne Requisiten aus. Die Schüler schauten gespannt zu.

Die Schülerinnen und Schüler dafür sensibel zu machen ist auch das Ziel von Silja Kreuzer von der Marienschule und Meral Cevik von der Geschwister-Scholl-Schule. Die Lehrerinnen haben den Workshop gemeinsam an die GSS geholt und waren mit dem Ergebnis mehr als zufrieden: „Die Schüler konnten sehr gut folgen. Wir wollen Präventionsarbeit in den schulischen Alltag integrieren.“

Am Ende folgte noch eine Gesprächsrunde mit den Schülern, die ihre Eindrücke schilderten. Die fanden es zuerst befremdlich, dass nur ein Schauspieler für so viele Rollen zuständig war. „Man konnte ihm aber super folgen, er hat seine Stimme immer gut variiert“, sahen sie eine positive Wendung und machten klar: „Man muss auf seine Mitmenschen achten.“