Beim Pilgern ist der Weg das Ziel!

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Zum dritten Mal „TRO unterwegs – Pilgern auf dem Jakobsweg“

Auch in diesem Jahr machten sich während der Tage religiöser Orientierung (vom 30.1. – 1.2.2019) 20 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10 auf den Jakobsweg, um sich als Pilger mit dem Ende des aktuellen Lebensabschnitts auseinanderzusetzen und sich mit sich selbst und ihrem zukünftigen Lebensweg zu beschäftigen.

Ausgerüstet mit einem vollgepackten Rucksack, in dem alles, was man für zweieinhalb Tage braucht, Platz finden musste, trafen sich die Teilnehmer/innen am Emsdettener Bahnhof, um zum Startpunkt in Coesfeld, welches am westfälischen Jakobsweg liegt, aufzubrechen.

An der St. Jakobi-Kirche wurden alle mit Pilgerpass, -tagebuch und Jakobsmuschel, dem Wegweiser und Erkennungszeichen der Jakobspilger, ausgestattet und dann konnte die erste Etappe nach Velen in Angriff genommen werden. Schon nach kurzer Zeit begann es zu schneien und der Weg verwandelte sich in eine stille Winterlandschaft. Zum Glück war das Wegzeichen, die Muschel, immer gut zu sehen.

An verschiedenen Stationen auf dem Weg und in den Unterkünften beschäftigten sich

Impulse, Gesprächsanlässe, Geschichten und vieles mehr mit Fragen wie: Wo hinterlasse ich Spuren? Wohin führt mich mein Weg? Wofür bin ich dankbar? Wo begegnet mir Gott? …

Unterwegs wurden Stempel im Pilgerpass gesammelt, um den Weg zu dokumentieren. Sie zeigen: Ich habe durchgehalten! Ich habe meinen inneren Schweinehund überwunden und bin weitergegangen, auch wenn ich manchmal dachte, ich schaffe es nicht.

Am zweiten Tag führte der Weg von Velen nach Borken, vorbei an der Jugendburg Gemen, wo wir der „klassischen“ TRO-Gruppe einen Besuch abstatteten.

In den Unterkünften in Velen (Haus der Begegnung der Pfarrgemeine St. Peter und Paul) und Borken (Kapitelshaus der Pfarrgemeinde St. Remigius) wurden wir herzliche aufgenommen. Dort konnten die erschöpften Pilger ihre müden Glieder zünftig auf ihren Isomatten ausstrecken und sich nach einem selbstgekochten Abendessen erholen.

Jeder übernahm eine Aufgabe für die Gemeinschaft und darüber hinaus war Solidarität mit denen gefragt, die an ihre körperlichen Grenzen kamen. Ein Stück des Weges das Gepäck des anderen mittragen, ihn mitziehen und motivieren, noch durchzuhalten – auch dies war eine wichtige Erfahrung für beide Seiten.

Am letzten Tag ging es nach einer Abschlussrunde mit Bus und Bahn zurück nach Emsdetten.

PA – 03.02.2019