Alltag im Rollstuhl

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“Handicap“ in Emsdetten – Eine Tour der 10c mit 10 Rollstühlen

Am Freitag, den 20.05.16, haben wir den Umgang mit Rollstühlen in der Öffentlichkeit
kennengelernt.Das Sanitätshaus Kappernagel & Menßen stellte uns für diesen Tag
10 Rollstühle zur Verfügung. Herzlichen Dank dafür!

Bevor wir in die Stadt gefahren sind, haben wir unter Anleitung von dem körperlich beeinträchtigten
Thomas Gesenhues einfache Übungen auf dem Schulhof ausprobiert. Es war schwer, die Rollstühle
über die Stolpersteine zufahren. Auf dem Weg in die Stadt kamen schnell weitere Herausforderungen
auf uns zu. Schon kleine Hügel stellten sich als enormer Kraftaufwand heraus. Am Deitmar’s Hof probierten
wir unsere Fähigkeiten mit dem Rollstuhl auf hügeligen Rasenflächen aus. Schnell wurde uns bewusst,
wie hilflos man als Gehbehinderter ohne fremde Hilfe in Situationen ist, die für uns keinen großen
Kraftaufwand mit den Beinen darstellen.

In der Stadt angekommen, untersuchten wir neugierig die Barrierefreiheit in dem Supermarkt „Kaufland“.
Die Gänge sind gut befahrbar. Allerdings sind Produkte der oberen Regale für Rollstuhlfahrer ohne
fremde Hilfe unerreichbar.Feststellen mussten wir außerdem, dass die Blicke der Menschen ziemlich
unangenehm waren. Manche lächelten einen an, wobei andere einen komisch musterten.

Auch im „Café Extrablatt“, wo wir mit Getränken eine Verschnaufpause einlegten, trafen wir nicht nur
auf verständnisvolle Mitarbeiter. Einem Kellner schien es zu viel Aufwand zu sein, für Gehbehinderte
Kunden Platz zu schaffen. Dafür gab man uns jedoch die Getränke aus! Das war gut.

Ich denke, die gesamte Klasse hat durch diesen Tag eine ganz andere Sicht auf Rollstuhlfahrer
und die Herausforderungen, denen sie sich täglich stellen müssen. Außerdem sind wir Frau Steidl
und Herrn Gesenhues sehr dankbar für diesen Einblick in eine bislang unbekannte Welt.